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SORGERECHT

Das Sorgerecht (oder auch elterliche Sorge) beinhaltet das Recht und die Pflicht der Eltern, für das
persönliche Wohl ihres Kindes und sein Vermögen zu sorgen und es gesetzlich zu vertreten.
Maßgebend hierfür ist § 1626 BGB, der die Grundsätze der elterlichen Sorge regelt. »Link
Auch wenn Partner sich trennen, sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass sie als Eltern über
die gemeinsamen Kinder nicht nur stets verbunden bleiben, sondern insbesondere für die gemeinsamen
Kinder immer „Papa” und „Mama” sein werden.

Das Sorgerecht ist gesetzlich folgendermaßen ausgestaltet:

  • Sind die Eltern verheiratet, haben Sie immer das gemeinsame Sorgerecht.
  • Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, gilt ab Mai 2013 folgendes Verfahren:
    Erklärt die Mutter nicht ihr Einverständnis zur gemeinsamen Sorge, kann der Vater zunächst zum Jugendamt gehen,
    um doch noch eine Einigung mit der Mutter zu erreichen. Wenn er diesen Weg nicht für erfolgversprechend hält, kann
    er auch gleich einen Antrag auf Einräumung des gemeinsamen Sorgerechts beim Amtsgericht stellen. Im gerichtlichen
    Verfahren erhält die Mutter Gelegenheit zur Stellungnahme zum Antrag des Vaters. Die Frist dafür endet frühestens
    6 Wochen nach der Geburt des Kindes. Gibt die Mutter keine Stellungnahme ab und werden dem Gericht auch keine
    Gründe bekannt, die der gemeinsamen Sorge entgegen stehen, soll das Familiengericht in einem schriftlichen Verfahren,
    ohne Anhörung des Jugendamtes und ohne persönliche Anhörung der Kindeseltern entscheiden.
  • Leben die Eltern getrennt und hatten zuvor das gemeinsame Sorgerecht, dann bleibt es
    auch nach der Scheidung dabei, es sei denn, einer der beiden beantragt das alleinige Sorgerecht.

Dann kann das Gericht mit Zustimmung des anderen Elternteils bzw. wenn dies dem Wohl des Kindes am besten entspricht
das Sorgerecht auf einen allein übertragen. Wird also - weder im Rahmen des Scheidungsverfahrens, noch sonst - kein
Antrag zum Sorgerecht gestellt, wird hierüber auch keine Entscheidung getroffen, es bleibt beim gemeinsamen Sorgerecht.